Vor 25 Jahren wurde in Rostock-Lichtenhagen ein elfstöckiges Wohnhaus in Brand gesetzt, in dem Ausländer wohnten. Die Täter kamen nicht heimlich. Der Zivilisationsbruch wurde vor laufenden Kameras zelebriert. „Wer keinen Stein oder ein Bier in der Hand hielt, klatschte, als die ersten Scheiben klirrten. Andere fuhren ihr Auto weg, als hätte sich ein Hagelschauer angekündigt und kein Pogrom.“ (Ulrike Nimz, SZ 22.8.17)
Damals wurde das Feld beackert, auf dem später Thilo Sarrazin, Pegida, Alexander Gauland und Beate Tschäpe weitergearbeitet haben.