1568: Grünes Neo-Biedermeier

Günter Franzen, dem wir manche sarkastische Feinanalyse gesellschaftlicher Verhältnisse verdanken, liefert uns (FAS 21.5.17) eine treffende und amüsante Beobachtung des grünen Neo-Biedermeier-Milieus und seiner Protagonisten, die überwiegend aus ehemaligen linksradikalen Pensionären bestehen.

Zum Milieu:

„Fahrradhelmzwang, außer- und innerhäusliches Rauchverbot, allgemeine Fleisch- und Dieselächtung, handverlesene Parkplätze nur für spätgebärende Frauen, Autodiät an ungeraden Wochentagen, hohe Bio-Discounter-Dichte, obligatorische Schulspeisung mit Dinkelmilch, sanfte Altbausanierung auf ökologischer Grundlage, an jeder Ecke Transgender-Toiletten und wöchentliche Refugees-Strictly-Welcome-Messen in der evangelischen Jugendkirche Peter und Paul. Kurzum das ganze sattsam bekannte Neo-Biedermeier-Programm, …“

Zu den Protagonisten:

„Wir bejammerten reihum unsere ärztlich attestierten Zipperlein, versicherten uns der Aktualität der Werke Karl Marxens, zitierten im Schein der LED-Kandelaber die schönsten Passagen aus dem achtzehnten Brumaire des Louis Bonaparte, schmausten und tranken nach Herzenslust, …“

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