Mit seinem Satz „Das Schlimmste ist ein Fußball spielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist. Weil den wirst du nie wieder abschieben.“ zeigt der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wieder einmal, wie er ohne Not Wasser auf die Mühlen der AfD leitet.
Er hat sich damit scharfe Kritik von der katholischen und evangelischen Kirche zugezogen. Der Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Münchener Kardinal Reinhard Marx haben Scheuers Aussage als unchristlich charakterisiert. Hart in ihrer Kritik sind auch viele Verbände (z.B. der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und der Sozialdienst katholischer Frauen, die Integrationsarbeit leisten) und viele Menschen.
Der Fußballtrainer Klaus Augenthaler, ein ehemaliger Weltmeister und gegenwärtig Trainer in Oberaudorf, bei dem u.a ein Senegalese spielt, sagt: „Die Aussage, die tut ja weh. Mein Spieler hat sich nichts ergaunert. Er hat sich auf ehrliche Weise eine kleine Einzimmerwohnung besorgt und einen Job in der Gastronomie. Der Fußball ist für ihn eine Abwechslung, die ihm hilft, viele Dinge zu verarbeiten. So jemandem muss man die Chance geben, hier Fuß zu fassen.“ (SZ 20.9.16)