1151: Charlotte Rampling 70

Sie kam aus dem jungen britischen Kino der sechziger Jahre, das damals Weltruf genoss: Charlotte Rampling, die jetzt 70 Jahre alt wird. In „Georgy Girl“ (1966) war sie eines der beiden naughty girls. Für „45 Years“ hat sie auf der letztjährigen Berlinale den Silbernen Bären bekommen, ihr Partner Tom Courtenay. Charlotte Rampling ist für den Oscar nominiert. Die Proteste von Spike Lee u.a. gegen die geringe Berücksichtigung von Afro-Amerikanern bei den Oscars hat sie so kommentiert: „Ich finde, das geht genau in die andere Richtung, es ist rassistisch gegen Weiße.“ Ängstlich scheint Charlotte Rampling nicht zu sein.

Ihre sagenhafte zeitlose Schönheit, die Kühle, Unnahbarkeit und Leidenschaft gleichzeitig signalisiert, ihre herben Gesichtszüge und ihre grünen Augen präsentierte sie z.B. neben Robert Mitchum in „Farewell, my Lovely“ und Woody Allen in „Stardust Memories“. Für Helmut Newton war sie nackt. 1974 brillierte sie in Liliana Cavanis „Dere Nachtportier“, einem Film, bei dem man nicht wusste, ob Cavani dem Plot, einer KZ-Geschichte, die in einem Wiener Hotel endet, inhaltlich gewachsen gewesen war. 1969 hatte Luchino Visconti sie umgeben von schönen Menschen und in prächtigen Kleidern in „Die Verdammten“ gezeigt (Fritz Göttler, SZ 5.2.16)

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