„Des Nachts kehrte ich stets ein, legte eine Lampe vor mich und widmete mich dem Lesen und Schreiben. Wenn je der Schlaf mich überkam oder ich mir eines Schwindens meines Bewusstseins gewahr wurde, trank ich einen Becher Wein, auf dass meine Kraft zurückkehren würde. Dann las ich weiter.“ Dieser Satz stammt von Ibn Sina (980-1037), einem persischen Arzt und Philosophen und Muslim, der uns eher unter seinem latinisierten Namen
Avicenna
bekannt ist und der viele Bücher zur Medizin und zur Philosophie auf Persisch oder Arabisch hinterlassen hat. Von ihm stammen zentrale Kommentare zu Aristoteles (384-322 v.C.), in denen wir Europäer unsere griechischen Wurzeln erkennen konnten, was im 15. und 16. Jahrhundert zur Renaissance führte (SZ 2./3.1.16).
Das ist vielen bekannt, sollte möglicherweise aber heute stärker in den Vordergrund gestellt werden.