Paris war für viele von uns ein Sehnsuchtsort. Und ist es trotz aller Terroranschläge bis heute geblieben. Auch wenn ich, der zum ersten Mal 1962 dort war, die Stadt inzwischen weit besser kennengelernt habe. Unsere Freunde wohnen mitten in der Stadt. Unser Sohn hat dort studiert und gearbeitet. Paris ist eine Weltstadt. Ein Zentrum der Freiheit in Europa, auch wenn es in den Banlieues manchmal anders aussieht.
Ernest Hemingway
schrieb 1950 an einen Freund: „Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris zu leben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn
Paris ist ein Fest fürs Leben.“
Hemingway wurde von 1921 bis 1926 in Paris zum Schriftsteller. Er verkehrte im Salon von Gertrude Stein und in der Buchhandlung von Sylvia Beach. Dann kam
„Fiesta“.
Als er viele Jahre später, 1957, von Depressionen geplagt wurde, begann er sein Erinnerungsbuch
„Paris ein Fest fürs Leben“
zu schreiben, um darüber hinwegzukommen. Das Buch erschien 1964 erst nach seinem Tod im Jahr 1961. Ich lese in der Ausgabe meiner Frau von 1971. Das Buch stand in der letzten Woche plötzlich auf
Platz eins
der Bestsellerlisten (FAZ 21.11.15).