Russlands verstärktes militärisches Engagement in Syrien versetzt Israel in Alarmstimmung. Es fürchtet, dass die russischen Waffen weniger dem Kampf gegen den IS dienen, als den syrischen Diktator Baschar al-Assad stärken sollen. Der könnte die Waffen an seine Verbündeten von der Hisbollah weitergeben, die sie dann im Kampf mit Israel nutzen könnten. Die von Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz agiert in Libanon. Schon bisher erhält sie ihren Nachschub aus Iran durch das Gebiet, das in Syrien von Assads Truppen kontrolliert wird. Benjamin Netanjahu war deshalb nach Moskau geflogen, um dort aus erster Hand zu erfahren, was mit den russischen Waffen beabsichtigt sei, insbesondere mit den Kampfjets in Latakia. Wladimir Putin hat angeblich versucht, Netanjahu zu beruhigen (Julian Hans/Peter Münch SZ 22.9.15).