Wladimir Putins gegenwärtige Außenpolitik besteht im Wesentlichen darin, bei Konflikten Öl ins Feuer zu gießen (siehe Krim, Donbas, Ukraine) und zu versuchen, den Westen zu spalten. Manchmal gelingt ihm das fast. Intern sind sowohl die NATO als auch die EU uneins genug, wie die nicht abgestimmte Flüchtlingspolitik der Europäer zeigt.
Nach Russland wollen anscheinend keine Flüchtlinge.
Nun mischt sich Putin verstärkt in Syrien ein, wo Assads Armee nicht aufgehört hat, die eigene Bevökerung mit Flächenbombardements und Fassbomben zu terrorisieren. 250 000 Todesopfer dieses „Kampfes“ sind zu beklagen. Putin hat an der russischen Marinebasis in Tartus (Syrien) festgehalten. Nun plant er anscheinend eine russische Militärbasis in Jableh bei Latakia weiter im Norden Syriens. Dort sollen auch Kampfbomber stationiert werden. Ein Einsatz ist geplant. In Assads zerfallendem Staat will Putin die russischen Interessen wahren, wie er sie sieht. Und er möchte als gleichberechtigter Partner der USA zurückkehren (Julian Hans, SZ 14.9.15).
Damit haben wir in Syrien zwei unberechenbare Herrscher,
Putin und Assad.
Das bedeutet Gefahr.