1. Nachdem Berlin sich als lustlos erwiesen hat, schickt Deutschland nun Hamburg ins Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 (und die Paralympics).
2. An der Olympia-GmbH sind beteiligt der DOSB (51 Prozent), Hamburg (26 Prozent), Deutschland (18 Prozent), Schleswig-Holstein und Seglerzentrale Kiel (je 2 Prozent) und die Handelskammer Hamburg.
3. Für DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist es „das wichtigste Projekt des deutschen Sports seit der Wiedervereinigung“.
4. Die Bewerbung kostet 50 Millionen Euro. Daran beteiligen sich (erstmals) der Bund mit 30 Millionen, Hamburg mit 6,5 Millionen (wovon „die Wirtschaft“ einen Löwenanteil übernehmen will).
5. Kritiker der Hamburg-Bewerbung beklagen vor allem den „Größenwahnsinn“, den am Ende wieder der Steuerzahler tragen muss, und die Verstärkung und Beschleunigung der „Gentrifizierung“ in einigen Stadtvierteln, in denen heute schon die Mieten kaum zu bezahlen sind.
6. Kontrahenten Hamburgs bei der Bewerbung sind Paris, Rom, Budapest und Boston. Paris will punkten mit „100 Jahre nach Paris 1924“.
7. Obsiegt etwa Paris, hat Hamburg auch 2028 keine Chance, weil Olympia nicht zweimal hintereinander in Europa Station macht.
8. Weil einiges darauf hindeutet, dass Deutschland die Fußball-EM 2024 bekommt, sinken Hamburgs Olympia-Chancen.
9. Gegenwärtig hat Hamburg Probleme, die ihm zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen.
10. „Bescheidene“ Spiele gibt es nicht, solange 28 Sportarten und 300 Entscheidungen auf dem Programm stehen (Peter Burghardt, SZ 7. und 8.7.15)
Ich möchte keine Spiele in Hamburg 2024.