873: Maxim Gorki Theater: Völkermord in Armenien 1915

Unter der Regie von Hans Werner Kroesinger hat sich das Maxim Gorki Theater Berlin eines nach wie vor schwierigen Objekts angenommen, des Völkermords an den Armeniern durch die Türken 1915 (Ingo Arend, taz 9.3.15). Unter Beteiligung deutscher Offiziere. Nach

Franz Werfels (1890-1945) Roman

„Die vierzig Tage des Musa Dagh“.

Reichskanzler Bethmann-Hollweg sah das einzige Ziel darin, „die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht“. Die türkischstämmige Intendantin des Maxim Gorki Theaters, Shermin Langhoff, sagt: „Von Jugend an begleitet mich der Völkermord als Wunde in der Geschichte.“

Fatih Akins Film zum Thema „Cut“ wurde von der Kritik 2014 überwiegend abgelehnt.

„Das Ineinander der Zeitschichten ist gespenstisch: Werfel, als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt, beendet seinen Roman 1933. Werfels Erinnerung an den ersten deutschen Genozid des Jahrhunderts wird zum Vorboten des Völkermords an den europäischen Juden. Als Buch des Widerstands geht sein Roman im Warschauer Ghetto von Hand zu Hand.“ (Peter Laudenbach, SZ 10.3.15)

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