848: Das Anti-Doping-Gesetz = ein „grandioses Ablenkungsmanöver“ ?

Die Rechtsanwältin Sylvia Schenk, die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer, und der Ministerialrat beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, Stefan Brink, erörtern in einem Brief an den Präsidenten des DOSB, Alfons Hörmann, ob das geplante Anti-Doping-Gesetz nicht ein „grandioses Ablenkungsmanöver“ ist. Dafür führen sie viele starke Argumente an. Es geht ihnen im Kern vor allem um den Schutz der betroffenen Sportler als den schwächsten Gliedern im Anti-Doping-Kampf. Die FAZ (21.2.15) druckt den Brief auf einer ganzen Seite ab.

Am Ende schreiben Schenk und Brink: „Eine Menge offener Fragen also, lieber Herr Hörmann, und eine insgesamt höchst unübersichtliche Situation, die durch ihre Stellungnahme nicht klarer, sondern noch verzwickter geworden ist. Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Doping im Sport könnte – nein: muss! – Gelegenheit dafür sein, die Lage der Athletinnen und Athleten im Anti-Doping-System zu verbessern. Denn sie sind zugleich die Belasteten durch den Anti-Doping-Kampf und die Betrogenen durch Doping.“

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