Ich besitze ein leuchtend rotes Base-Cap von den „Washington Redskins“. Mein Sohn hat es mir mitgebracht, als er aus den USA zurückkam. Es steht für das Football-Team aus der Hauptstadt Washington. Ein mittelmäßiges Team, das regelmäßig nicht an der Spitze mitspielt.
Seit längerem hat das Team Schwierigkeiten mit der „Political Correctness“; denn „Redskin“ heißt bekanntlich „Rothaut“. Pikant bei den Spielen gegen die „Dallas Cowboys“. In den USA müssen Indianer „Natives“ genannt werden, Behinderte „physisch Herausgeforderte“ und aus Afrika stammende Amerikaner „Afro-Americans“. Bei den Spielen der „Washington Redskins“ gibt es neuerdings Demonstrationen gegen den Namen. Er klinge so verunglimpfend wie „Washington Niggers“.
Tatsächlich gehören zur Mannschaft überwiegend „Afro-Americans“, die Fans sind hauptsächlich Weiße. Der Klub hat aber auch Unterstützung von Indianern. Klub-Eigentümer Daniel Snyder hat die Stämme der Zuni und der Navajo besucht und um Unterstützung geworben. Aber der Streit ist dadurch eskaliert. Bis hin zum Präsidenten der USA sollen Politiker aus Washington eine Namensänderung verlangt haben.
Das Endspiel um die Super Bowl bestreiten am nächsten Sonntag die „New England Patriots“ und die „Seattle Seahawks“ (Nicolas Richter, SZ 26.1.15).