817: DDR: Zu wenig Telefone für die Stasi

In der DDR gab es zu wenig Telefone, als dass die Stasi eine flächendeckende Telefonüberwachung hätte hinbekommen können. In der Republik hatten 13,6 Prozent der Haushalte ein Telefon. In Ost-Berlin 50 Prozent. Das ergibt ein neuer Forschungsbericht:

Ilko-Sascha Kowalczuk/Arno Polzin (Hrsg.): Fasse Dich kurz! Der grenzüberschreitende Telefonverkehr der Opposition in den 1980er Jahren und das Ministerium für Staatssicherheit. Göttingen (Vandenhoek & Ruprecht) 2014, 1059 S., 69,99 Euro.

„Die Bürger bedienten sich kreativer Methoden, machten beim Telefonieren irreführende Angaben, benutzten fremde oder öffentliche Telefone oder wichen auf andere Kommunikationswege aus.“ (Josef Foschepoth, SZ 20.1.15)

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