In der DDR gab es zu wenig Telefone, als dass die Stasi eine flächendeckende Telefonüberwachung hätte hinbekommen können. In der Republik hatten 13,6 Prozent der Haushalte ein Telefon. In Ost-Berlin 50 Prozent. Das ergibt ein neuer Forschungsbericht:
Ilko-Sascha Kowalczuk/Arno Polzin (Hrsg.): Fasse Dich kurz! Der grenzüberschreitende Telefonverkehr der Opposition in den 1980er Jahren und das Ministerium für Staatssicherheit. Göttingen (Vandenhoek & Ruprecht) 2014, 1059 S., 69,99 Euro.
„Die Bürger bedienten sich kreativer Methoden, machten beim Telefonieren irreführende Angaben, benutzten fremde oder öffentliche Telefone oder wichen auf andere Kommunikationswege aus.“ (Josef Foschepoth, SZ 20.1.15)