698: Die Kirchsteuern steigen seit 2010.

2014 steigen die Kirchsteuern nochmals an. Etwa um vier bis fünf Prozent (Markus Günther, FAS 5.10.14). Wie schon in den Rekordjahren 2012 und 2013. Die katholische Kirche wird erstmals mehr als fünf Milliarden Euro einnehmen, beide Kirchen zusammen knapp elf Milliarden. Grund dafür ist die konjunkturelle Entwicklung. Steigt das Aufkommen der Lohn-, Einkommens- und Kapitalertragssteuer, steigt das Kirchensteueraufkommen automatisch mit. Allein seit 2010 sind die Kirchensteuereinnahmen um mehr als 17 Prozent gestiegen, seit 2005 sogar um 43 Prozent.

Ich finde das System der Kirchsteuern gut und für die Kirchen beruhigend.

Durch die demografische Entwicklung und die hohe Zahl der Austritte, die partiell durch eine Veränderung in der Besteuerung hervorgerufen worden ist, sind die Kirchen trotzdem gezwungen, verstärkt Rückstellungen zu bilden, u.a. für Ruhestandsbezüge für die Mitarbeiter. Dazu der Münchener Erzbischof Kardinal Marx: „Man muss dabei immer bedenken, dass wir nicht wie die öffentlichen Haushalte Schulden machen können, sondern durch Rücklagen auf schlechtere Zeiten vorbereitet sein müssen.“

Die Zahl der Gottesdienstbesucher sank seit 2010 um 17 Prozent. Ob noch genügend seelsogerlicher Schwung da ist, steht dahin. Aber in den sozialen Diensten sind die Kirchen in Deutschland beinahe vorbildlich, besonders in der Altenarbeit.

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