666: Die Grundgedanken des Judentums

Die Zahl der Überlebenden von Konzentrationslagern wird naturgemäß immer kleiner. Bald fehlen die Zeitzeugen. Ulrich Gutmair hat den 81-jährigen Historiker Otto Dov Kulka in Jerusalem interviewt (taz 30./31.8.14). Dabei spricht Kulka am Ende die Grundgedanken jüdischen Denkens aus, welche die ganze Welt bestimmen (sollten):

„Die Grundgedanken des Judentums, nämlich die Einheit der Welt und die Gleichheit der Menschen, die sich in der judeo-christlichen Zivilisation verbreiteten und in säkularer Form als universalistische Ideen der Demokratie, des Liberalismus und des Sozialismus manifestierten, waren der nationalsozialistischen Weltanschauung diametral entgegengesetzt: ihrem Glauben an die Ungleichheit der Rassen und ihrer Hierarchie sowie dem ewigen Überlebens- und Vernichtungskampf der Völker. Das Ziel der Vernichtung des sogenannten jüdischen Geistes und seiner Träger, der Juden, fand in der ‚Metropole des Reiches des großen Todes‘ in Auschwitz ihren historischen Höhepunkt.“

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