Oliver Stone wird den ersten Edward Snowden-Film drehen. In einer europäischen Produktion. Nach Luke Hardings („The Guardian“) „The Snowden Files“, nicht nach Glenn Greenwalds Version. Oliver Stone ist froh, mit dem „Guardian“ arbeiten zu können. Die Greenwaldsche Version hat Sony für die Produzentin Barbara Broccoli gekauft.
Oliver Stone (geb. 1946) steht für politische oder politisch gemeinte Filme. Nicht immer waren sie Kassenknüller, aber fast ständig Gegenstand von Diskursen in Cinéasten-Kreisen. Oliver Stone gebärdet sich links, bleibt ästhetisch aber häufig in den Grenzen Hollywoods hängen. Werfen wir einen Blick auf einen Auszug aus seiner Filmografie:
– 1986 „Platoon“,
– 1987 „Salvador“,
– 1987 „Wall Street“,
– 1989 „Geboren am 4. Juli“,
– 1991 „JFK“,
– 1994 „Natural Born Killers“,
– 2006 „World Trade Center“,
– 2012 „Untold History of the United States“.
Hier stellt sich häufig die Frage, ob Stone wirklich aufklärt oder nur nach griffigen und leicht konsumierbaren Versionen sucht. Wir dürfen gespannt sein.