Als Wladimir Putin die Krim erobern ließ, wurden zur Beobachtung 50 Politiker aus der EU dazu eingeladen, von denen sich Putin propagandistische Unterstützung versprach. Es waren vier Politiker der deutschen Linken, alle anderen europäische Rechtsextremisten. Vom französischen Front National, von der ungarischen Jobbik, dem belgischen Vlaams Belang, der bulgarischen Ataka, der italienischen Lega Nord (Klaus-Helge Donath, Ralf Leonhard und Rudolf Balmer, taz 10./11.5.14). Das sind Putins Freunde. Sie sollen die EU destabilisieren. Von 24 einflussreichen Rechtsparteien bekennen sich 15 offen zu Russland und seinem eurasischen Projekt. Das geht aus der jüngsten Studie des ungarischen „Policy Research Instituts Political Capital“ hervor.
In Putin haben sie
– den überzeugten Antiamerikaner,
– den starken Mann,
– den Macho,
– den Schwulenhasser,
– den Vertreter familiärer Werte,
– den Traditionalisten,
– den Nationalisten,
– den Fremdenfeind,
– den Kirchgänger,
– den Antiglobalisten.
Wladimir Putin arbeitet auch mit den russischsprachigen Rechtsextremisten der Ukraine zusammen. Die europäischen Rechtsextremisten sind für den Nato-Austritt ihrer Länder. Die ungarische Jobbik richtet ihre nationalistische Politik auch auf die ungarischen Minderheiten in der Slowakei und Rumänien. Ihr Parteichef Gabor Vona hat vorgeschlagen, dass sich die Türkei und Russland „an die Spitze eines echten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Widerstands gegen den Euro-Atlantischen Block stellen“. Der eurasische Ideologe Alexander Dugin tanzte 2009 auf Einladung der FPÖ auf dem Burschenschafterball in Wien.