483: Britischer Finanzkapitalismus: London und der Rest des Landes

Bei der Wirtschaftsleistung pro Kopf und den Hauspreisen driften London und der Rest des UK auseinander (Björn Finke, SZ 15.1.14). In London sind sie fast doppelt so hoch wie im Rest des Landes. Sozialwissenschaftler sprechen von „another Country“. In der Dienstleistungszentrale London werden weltweit Leistungen abgefragt. Investoren legen Milliarden dort an. Deswegen will die konservative Regierung (wie die USA) keine Regulierung des Finanzplatzes London. Dadurch steigt das Pfund. Und das hat zum Niedergang der britischen Industrie geführt. Ein Erbe Margaret Thatchers.

Reiche investieren gegenwärtig wegen der niedrigen Zinsen lieber in Häuser. Bei der Suche nach Wohnraum konkurrieren sie mit Bürgern, die dank niedriger Kreditkosten gefährlich große Kreditkosten in Kauf nehmen. Die britische Volkswirtschaft wäre bei höheren Zinsen weniger anfällig für Spekulationsblasen.

Eine weitere Folge dieser Wirtschaftspolitik ist es, dass viele Briten in den ärmeren Regionen um ihre Jobs fürchten. Sie hassen Migranten und sind Ausländerfeinde.

Die Modelle UK und USA sind für Europa nicht geeignet.

Anders beim Fußball. Hier spielen sechs Londoner Klubs in der Premier League:

FC Arsenal,

FC Chelsea,

Tottenham Hotspur,

Crystal Palace,

FC Fulham und

West Ham United.

Dazu kommen als Vereine, in denen auch ansehnlich Fußball gespielt wird, noch der FC Watford und die Queens Park Rangers. London ist ein Mekka des Fußballs. Auch wegen der vielen ausländischen Kicker dort.

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