Katrin Göring Eckardt ist kürzlich von der Grünen-Basis neben Jürgen Trittin zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2013 gewählt worden. Renate Künast und Claudia Roth hat sie klar geschlagen. Das erhöht die Wahlchancen der Grünen 2013. Die bekennende Christin Göring-Eckardt stammt aus der DDR und ist mit einem Pfarrer verheiratet.
Eckart Lohse und Markus Wehner haben sie für die FAS (9.12.12) interviewt:
FAS: Die Aktion von Pussy Riot in einer Moskauer Kathedrale fanden viele Grüne gut. Wie sehen Sie das?
G.-E.: Ich habe mich dafür ausgesprochen, dass Pussy Riot den Preis der Lutherstadt Wittenberg bekommen sollten. Die friedliche Revolution in der DDR hat auch damit begonnen, dass in Kirchen Provokationen stattgefunden haben. Pussy Riot hätten an keinem anderen Ort eine solche Aufmerksamkeit für ihr Anliegen erregen können. Deswegen fand ich die Idee der Stadt Wittenberg gut, diesen Frauen den Preis für das unerschrockene Wort zu verleihen. Ganz sicher hat Martin Luther mit seinen Worten auch Gläubige beleidigt, ja vor den Kopf gestoßen. Kritik verlangt manchmal auch Provokation – erst recht, wenn es wie in Russland um eine Diktatur geht.