295: Erika Steinbachs Konservatismus in der CDU

Ole von Beust, der das Desaster mit der Elb-Philharmonie politisch zu verantworten hat, und andere CDU-Politiker haben ihrer Partei fehlende Modernität vorgeworfen und das als Grund dafür genannt, dass die Partei in Großstädten keine Wahlen mehr gewinnen könne. Darauf antwortet nun für die Konservativen in der Union (in einem Interview mit Timo Frasch und Volker Zastrau, FAS 18.11.12) die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach.

FAS: Was verstehen Sie denn unter konservativ?

Steinbach: Ich schütte in der Wüste einen Eimer schmutziges Wasser erst weg, wenn ich einen mit sauberem daneben stehen habe.

FAS: Beust sagt, der Wert der Ehe sei die Übernahme gegenseitiger Verantwortung. Das sei auch in der Homo-Ehe verwirklicht.

Steinbach: Diese Argumentation hinkt, weil sie auch auf andere Lebensgemeinschaften zutrifft. Es gibt ja auch erwachsene Töchter, die mit ihrer Mutter zusammenleben. Auch dort sorgt man füreinander.

FAS: Das Christentum und das Judentum verlangen aber Barmherzigkeit gegenüber Fremden.

Steinbach: Jesus hat gesagt: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.

FAS: Was heißt das?

Steinbach: Der Staat hat im Interesse seiner Bürger zu handeln. Das Elend dieser Welt lässt sich hier nicht lösen.

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