Mit Hans W. Feigen hat Uli Hoeneß nun in seiner Steuerstrafsache einen neuen Anwalt. Hoeneß wird Steuerhinterziehung in Höhe von 3,2 Millionen Euro vorgeworfen. Falls sich das bewahrheitet, droht ihm der Knast (Hans Leyendecker SZ 7./8.12.13).
Feigen ist ein erfahrener und erfolgreicher Verteidiger. Zu seinen Klienten zählen Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen und der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Er hat den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel erfolgreich verteidigt. Der kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Darauf wird es auch bei Hoeneß ankommen. An sich ist bei 3,2 Millionen Euro eine Bewährungsstrafe nicht möglich.
Meines Erachtens gehört Uli Hoeneß nicht in den Knast.
Bisher war Hoeneß in der Steuerstrafsache von Werner Leitner vertreten worden. Er hatte am 20. März erreicht, dass sein Mandant gegen einen Kaution von fünf Millionen auf freiem Fuß bleiben konnte. Leitner ist seit 2004 „strafrechtlicher Berater der FC Bayern München AG“. Er hat Hoeneß‘ Bitte um Niederlegung des Mandats entsprochen. Damit soll anscheinend der Eindruck vermieden werden, dass Hoeneß Verhalten dem FC Bayern angerechnet werden kann.
Das Verteidigerteam von Uli Hoeneß setzt sich nun aus den Anwälten Markus Gotzens und Dieter Lehner zusammen. Um die Medienangelegenheiten kümmert sich der Hamburger Anwalt Michael Nesselhauf.