Bei den Koalitionsverhandlungen hat es die SPD nicht leicht. Z.B. bei der Energiewende. Da hat die angebliche Hoffnungsträgerin Hannelore Kraft zwar die Energiewende unterstützt, lässt aber befürchten, dass die Kohleförderungspolitik schlicht weitergeht. Sigmar Gabriel hat sich für den Erhalt der umweltschädlichen Braunkohle-Verstromung in der Lausitz ausgesprochen. Vorsicht! Natürlich geht es auch um Arbeitsplätze. Erwartet wird aber das Kunststück, Kraftwerke zu erhalten, damit im Winter Strom da ist, zugleich den Ökostrom-Ausbau zu forcieren und dabei die Strompreise bezahlbar zu halten. Die SPD darf sich nicht zum Büttel der Kohle-Lobby machen lassen (Thomas Öchsner, SZ 28.10.13).
Katrin Göring-Eckardt wirft der SPD vor, „die kurzfristigen Interessen der großen Energiekonzerne“ für wichtiger zu nehmen „als den Schutz des Klimas“. Nun, Göring-Eckardt kann ja aus der Opposition heraus eine klare Klimapolitik machen.
Greenpeace erklärt: „Ein Festhalten an der klimaschädlichen Kohle wird die Bürger und den Wirtschaftsstandort Deutschland deutlich teurer zu stehen kommen als die konsequente Umsetzung der Energiewende.“
Die Gruppe der Wähler, die wie ich dieses Mal mit beiden Stimmen SPD gewählt hat, hat das nicht getan, damit es energiepolitisch bei der halbherzigen Politik der Union bleibt.