366: Glücksspielbranche – von der FDP verlassen

Spielen kann süchtig machen. Gerade auch Glücksspiel. Das hatte die FDP jahrelang geleugnet. Weil sie von der Glücksspielbranche bezahlt wurde. Mit Spenden, gesponserten Parteitagen und ein Millionengeschäft mit zwei parteieigenen Unternehmen. Das soll nun anders werden. Weil die FDP vor der Bundestagswahl dem Eindruck entgegentreten will, sie sei von der Glücksspielbranche gekauft.

Minister Rösler will die Besucher von Spielhallen vor der Gefahr schützen, dort viel Geld zu verzocken. Außerdem soll in Gaststätten nur noch maximal ein Automat aufgestellt werden dürfen (statt bisher drei). Der Vorsitzende des Verbands der Automatenwirtschaft, Paul Gauselmann, sieht darin einen „Kahlschlag“ und eine „Katastrophe“ für die Branche. Mindestens die Hälfte der etwa 70 000 Automaten in Gaststätten müsse dann in kurzer Zeit abgebaut werden. Weitere mehr als 170 000 Geräte stehen in Spielhallen.

Über die Firma „Pro Logo“ hatte Gauselmann viele Parteitage der FDP gesponsert. Sowie Treffen mit Journalisten und Veranstaltungen des langjährigen FDP-Schatzmeisters Hermann Otto Solms und von Rainer Brüderle, als dieser noch Parteichef und Minister in Rheinland-Pfalz war (Klaus Ott, SZ 25.2.13).

Ja, wo soll Deutschland bloß mit eingeschränkten Glücksspiel-Möglichkeiten bleiben!? Und wo die FDP? Na, die bekommt im Zweifel ja Leihstimmen.

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