1201: Vertragspartner Türkei

Das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei trifft auf starke Kritik, weil in der Türkei die Menschenrechte verletzt würden, dort mehr Journalisten im Knast säßen als in Russland, die Kurden unterdrückt würden und überhaupt das Land innerlich zerrissen sei. Alles richtig. Aber trotzdem kein Grund, von einem Abkommen mit der Türkei abzusehen, wenn es denn ansonsten Erfolg verspricht.

Wir brauchen doch nur an die Ostpolitik Willy Brandts zu denken, die darauf beruhte, mit der diktatorischen Sowjetunion zu verhandeln. Oder die Vereinigungspolitik Helmut Kohls, wo das Gleiche galt. Und wie sollten wir heute eine Verständingung mit dem Völkerrechtsverletzer Wladimir Putin hinkriegen? Oder mit der kommunistischen Diktatur Chinas, wo die Menschenrechte ebenfalls mit Füßen getreten werden?

Hoffentlich haben die heutigen Türkei-Kritiker (Grüne, Linke, CSU) ihre Argumente nicht schon vergessen, wenn es um den EU-Beitritt der Türkei geht!

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