Mit 75 Jahren führt Dustin Hoffman zum ersten Mal Regie bei dem viel besprochenen Film „Quartett“. Roland Huschke hat ihn für die SZ interviewt (26./27.1.13).
SZ: Als Schauspieler sah man Sie zuletzt in Michael Manns Pferderennsport-Serie „Luck“, die wegen des Todes dreier Rennpferde während der Produktion eingestellt wurde. Wie tief saß die Enttäuschung?
Hoffman: Was da passierte, ist ein Skandal – weil die Einstellung allein auf Grund einer Kampagne der Tierschutzorganisation Peta erfolgt ist, die voller Fehlinformationen war. Für mich ist Peta eine radikale, faschistische Organisation – und der Journalist Ray Paulick hat nachgewiesen, dass die Vorwürfe von Peta haltlos waren, das können Sie im Netz nachlesen. Tatsache ist: die Bedingungen für die Tiere bei „Luck“ waren optimal und besser als bei den meisten Filmproduktionen. Jedes Jahr sterben mehr als 150 Pferde bei Pferderennen, weil dafür Vollblüter gezüchtet werden, die sehr fragil sind und nach Unfallbrüchen eingeschläfert werden müssen. Darüber kann und muss man selbstverständlich diskutieren. Doch „Luck“ wurde von Peta nur in einer Medienkampagne ins Visier genommen, weil wir prominent und sichtbar waren, und die Organisation populäre Ziele braucht, um sich durch Spenden von manipulierbaren Tierfreunden zu finanzieren.