1046: Jerome Boateng – Führungsspieler in der Nationalmannschaft

Die überrragende Form von Jerome Boateng in den Spielen des FC Bayern München und in der Nationalmannschaft ist nicht zu übersehen. Schon lange war er einer der talentiertesten Spieler im DFB. Aber kennzeichnend für ihn war lange Zeit, dass er zwischendurch immer wieder Aussetzer hatte. Eine überflüssige lange Grätsche, das Unterschätzen eines langen Balls oder des unmittelbaren Gegners, ein unnötiger Platzverweis.

Erst bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien schaffte er es endgültig, sich vor den Augen der Welt als einer der besten Innenverteidiger zu präsentieren. Schnell, präsent, zweikampfstark, robust, schussstark, ein intelligenter Passgeber. Boateng war meistens der beste Mann auf dem Platz und der eigentliche Titelbringer. Das wird nun auch in den Spielen des FC Bayern sichtbar.

Boateng wünscht sich die Binde des Mannschaftskapitäns. „Die Binde wäre für mich etwas ganz Besonderes und eine große Ehre in meiner Karriere, trotz des Weltmeistertitels.“ „Als erster farbiger Kapitän wäre das mit Blick auf die Integration auch ein starkes Zeichen nach außen.“ (Johannes Aumüller, SZ 7.10.15)

Da hat Jerome Boateng recht.

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