In Stockholm ist im Alter von 82 Jahren Cordelia Edvardsson gestorben. Berühmt wurde die schwedische Journalistin und Schriftstellerin durch ihr 1986 erschienenes Buch „Gebranntes Kind scheut das Feuer“, das bei aller Verschiedenheit in seiner Bedeutung Ruth Klügers „Weiter leben“ an die Seite gestellt werden kann. Cordelia Edvardsson war nach den Nazi-Kategorien ein zu drei Vierteln jüdisches Mädchen. In München geboren. Mit vierzehn kam sie zunächst nach Theresienstadt, später nach Auschwitz. Viel besprochen wurde die These, dass ihre Mutter, die deutsche Schriftstellerin Elisabeth Langgässer, sie verraten hatte.
Nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager gelangte Edvardsson nach Schweden, wo sie seit Anfang der fünfziger Jahre als Journalistin arbeitete. Während des Jom-Kippur-Krieges 1973 zog sie nach Jerusalem und wurde dort Korrespondentin der schwedischen Tageszeitung „Svenska Dagbladet“. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden wurde Edvardsson als Kolumnistin bekannt. 1989 erschien ihr Buch „Die Welt zusammenfügen“.