Bastian Schweinsteiger wechselt zu Manchester United. Dort bekommt er einen Vertrag bis 2018. Damit handelt er sehr klug. Denn beim FC Bayern hatte er alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Und solch einen Vertrag, wie er ihn nun in Manchester bekommt, hätte es in München nie gegeben.
Widersprechen müssen wir der These von der „Verletzungsanfälligkeit“. Denn de facto handelte es sich darum, dass der Ausnahme-Spieler Schweinsteiger vielfach von unterlegenen Spielern (gezielt) zusammengetreten wurde. In der Premier League wird allerdings auch „geholzt“.
Auch der FC Bayern handelt klug. Denn nun steht Schweinsteiger dem fälligen Mannschaftsumbau nicht mehr im Wege. Und Pep Guardiola kann seine Strippen ziehen.
Marcel Reif charakterisiert die Lage sehr gut: „Der Fan ist Romantiker, und der Romantiker will nicht, dass der Basti geht, das ist doch klar. Bis hierhin d’accord. Dann aber, wenn der Romantiker den kaltherzigen Vorstand ausgepfiffen hat, weil er den Basti gehen lässt, will der Romantiker, dass sein Verein wieder im Finale der Champions League steht. Und wenn du das willst, dann musst du jetzt den Umbau dieser Mannschaft wollen.“ (Holger Gertz/Alexander Gorkow SZ 13.7.15)