225: Chinesischer Investor bei Inter Mailand

Für 55 Millionen Euro übernimmt der chinesische Baukonzern China Railway Construction Corporation (CRCC) 15 Prozent der Anteile von Inter Mailand. Die „Gazetta dello Sport“ kommentiert: „Inter – die chinesische Revolution“. Präsident Massimo Moratti, dessen Familie bisher 98 Prozent von Inter hält, will den Verein konkurrenzfähig machen gegenüber Klubs wie Real Madrid und Manchester United und in sehr gute Spieler investieren. Der 68-jährige Ölmagnat hatte den Verein 1995 gekauft. Er soll in den vergangenen 17 Jahren über eine Milliarde Euro investiert und bisher noch keinen Gewinn gemacht haben. Die Bilanz 2011/12 soll ein Defizit von 80 Millionen Euro aufweisen.

Nach Moratti behält seine Familie die Kontrolle im Aufsichtsrat. Bis 2017 soll in Mailand ein neues Stadion das „Giuseppe-Meazza-Stadion“ im Stadtteil San Siro ablösen. Das kann dann gleich CRCC bauen. Warum die Chinesen, CRCC ist ein Staatskonzern, in Mailand investieren, erklärt ein Professor aus Peking: „Die größte Motivation für die CRCC ist es, ihre eigene Marke aufzubauen. Inter Mailand kann dabei helfen, weil er zu den berühmtesten Klubs der Welt zählt.“ CRCC rangiert auf Platz 133 der 500 größten Konzerne auf der Welt. Seit 2008 ist das Unternehmen börsennotiert (Schanghai und Hongkong). Vor zwei Jahren war CRCC schon mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht worden. Diese Verbindung scheiterte.

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