703: Jugend am Ende der DDR

In ihrem neuen Roman „Jugend“ (Dressler, 2014) behandelt Grit Poppe wieder wie schon in „Weggesperrt“ und „Abgehauen“ junge Menschen am Ende der DDR (Roswitha Budeus-Budde, SZ 17.10.14). Erzählt wird die Geschichte von Jana, der Tochter von linientreuen Kommunisten, und ihrem Freund Jakob, der durch einen Ausreiseantrag seiner Eltern auf ein oppositionelles Gleis gerät. Poppe kennt die Brutalität des Regimes aus ihrer Tätigkeit bei der Bürgerbewegung „Demokratie jetzt“ (1989-1992). Janas Eltern: „Wir werden deine Kontakte zu diesem staatsfeindlichen Gesindel nicht weiter dulden. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Punkt!“ Jakob landet für zwölf Monate im Jugendgefängnis Halle. Grit Poppe schildert überzeugend, wie das jugendliche Streben nach Selbstbestimmung in Konflikt gerät mit dem totalitären System der DDR.

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