646: Russlands Verantwortung

Ich kann mir vorstellen, dass es vielen von Ihnen so gegangen ist wie mir, als wir von den Vorgängen in der Ukraine hörten. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Nach dem Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine die schändliche Zerstörung des Tatorts, der pietätlose Umgang mit den Toten bis hin zu Plünderungen und Leichenfledderei. Etc. Dort waren finstere Schergen am Werk. Putins Handlanger, die er wohl nicht mehr ganz unter Kontrolle hat.

„Die Separatisten sind von der russischen Regierung nicht zu trennen. Ihre Kommandeure sind im russichen Sicherheitsmilieu verwurzelt, ihre Waffen stammen aus russischen Arsenalen, ihre Telefonate gehen nach Russland, die Mehrzahl der Kämpfer scheint aus Russland über die Grenze zu kommen, die Raketenwerfer vom Typ SA-11 fahren dorthin zurück. All dies deutet auf einen Teilhabe, wenn nicht Urheberschaft Russlands in dem Konflikt hin. Es zeigt: Russland hat Einfluss auf die Kämpfe. Und der Umgang der Separatisten mit dem Wrack und den Toten verstärkt dieses Bild. Nur wer so viel zu verbergen hat, begeht diesen Frevel am Tatort.“ (Stefan Kornelius, SZ 22.7.14)

Russland könnte in die Ost-Ukraine einmarschieren. Militärisch ginge das. Ökonomisch überfordert es Russland. Putin will das gar nicht. Er wird die Separatisten zurückpfeifen.

Wir können nicht wollen, dass Putin Russland weiter in die Isolation führt. In unserem Interesse liegen eine Zivilisierung und Demokratisierung der russischen Gesellschaft. Sie bieten die beste Gewähr für gute Handelsbeziehungen.

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