610: Fifa-Exekutivmitglieder verdoppeln Aufwandsentschädigung für sich.

Die „Sunday Times“ berichtet, dass sich die 25 Fifa-Exekutivmitglieder (darunter Theo Zwanziger aus Deutschland) die jährliche Aufwandsentschädigung auf 200.000 Dollar verdoppelt haben (ca. 148.000 Euro). Dies geschah, nachdem zuvor die bisher üblichen Bonuszahlungen weggefallen waren. Angeblich soll die Verdoppelung die Exekutivmitglieder vor den Gefahren der Korruption schützen. Dabei ist sie doch selbst die Korruptionsprämie. Es handelt sich also um einen Etikettenschwindel (Thomas Kistner, SZ 23.6.14).

„Aufschlussreich im Fifa-üblichen Sinne erscheint dabei die letzte WM-Ausschüttung. Laut ‚Times‘-Berichten wurde den Exekutivmitgliedern der 200.000-Dollar-Bonus für 2010 punktgenau einen Tag vor der Abstimmung über die WM-Vergabe 2022 überwiesen. Es folgte die seither unter Korruptionsverdacht stehende WM-Vergabe an Katar. Stilbildend ist überdies, dass der zusätzliche Bakschisch für Blatters wackere Mitregenten gar nicht mehr allzu weit entfernt lag von der Ausschüttung, die es für jeden der gut 200 Nationalverbände gab: Die kassierten jeweils 300.000 Dollar.“

Bei der WM in Brasilien ist eine Aufwandsentschädigung von 700 Dollar pro Tag vorgesehen.

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