591: „Diese Weltmeisterschaft ist bereits gescheitert.“

Wenn wir den Knebelvertrag der Fifa mit Brasilien über die WM betrachten (Peter Burghardt, SZ 2.6.14), die explodierenden Preise zur Kenntnis nehmen, erfahren, dass teilweise die Wohnbevölkerung vertrieben wurde und Mieten und Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr ins Unbezahlbare steigen, dann verstehen wir gut den Satz, den Gustavo Mehl für die Bürgerinitiative gegen die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 formuliert hat: „Diese WM ist bereits gescheitert.“

Die meisten Brasilianer können sich keine Tickets leisten, Lehrer und andere Angehörige des öffentlichen Dienstes streiken. Wir bekommen zwölf neue bzw. renovierte Stadien, die überwiegend nach den Ereignissen nicht mehr gebraucht werden. Ein Riesenaufgebot von Soldaten und Polizisten soll die Sicherheit gewährleisten. Außerdem gibt es fast keine Investitionen in die Infrastruktur (Schulen, Kliniken). Die Leidtragenden sind die Brasilianer, die mit ihren Steuern den ganzen Aufwand für eine kleine, internationale Minderheit bezahlen müssen.

Nun beklagen auch noch Pele und Ronaldo, dass die Vorbereitungen nicht funktioniert haben und die Stadien nicht fertig sind.

 

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