Raymond Poulidor war ein Weltklasse-Radrennfahrer. Wir Fans nannten ihn „Poupou“. Er ist heute wohl noch der beliebteste französische Sportler. Und er war eine tragische Figur. Zwar gewann er Rennen wie Paris-Nizza, Mailand-San Remo und die Spanien-Rundfahrt, aber nie, wie angestrebt, die Tour de France. Jetzt ist er im Alter von 83 Jahren in seiner zentralfranzösischen Heimat gestorben. Er war Landwirt und nach dem Ende seiner Karriere Mitarbeiter einer Fahrradmanufaktur.
Poulidor hatte das Pech, zweimal in seinem Sportlerleben auf die Größten zu treffen, auf Jacques Anquetil und auf Eddy Merckx, zwei begnadete Zeitfahrer, die je mehrmals die Tour de France gewonnen haben. Achtmal stand Poulidor am Ende der Tour auf dem Podium, fünfmal als Dritter, dreimal als Zweiter. Zwischen der Ära Anquetil und der Ära Merckx dominierte der Italiener Felice Gimondi die Radrennen. Raymond Poulidor ist bei uns Radsportfans unvergessen (Jean-Marie Magro, 14.11.19).