1358: Norwegen dopt.

In den letzten Jahren waren die norwegischen Skilangläufer die Weltbesten. Nun wissen wir, warum. Dort wird mehr als anderswo gedopt. Ziemlich systematisch, wie es scheint. Norwegen hat einen Ruf wie die Doping-Staaten

Russland und

Kenia.

Nun hat es die 28-jährige Therese Johaug erwischt, die Jahresbeste 2015, siebenmalige Weltmeisterin und Staffel-Olympiasiegerin von 2010.

Am 16. September ist sie während des Höhentrainingslagers im italienischen Livigno der Einnahme des Mittels Clostebol überführt worden, eines nicht ganz stark wirkenden Steroids. Danach die üblichen Ausflüchte auch der Team-Ärzte. Ob und wie Johaug vom Ski-Weltverband FIS bestraft wird, ist derzeit noch unklar.

So kurz vor der Ski-WM in Lahti (Finnland) kommt das unpassend. In Lahti bei der WM 2001 waren sechs finnische Langläufer des Dopings überführt worden. In Norwegen wird seit langem gedopt. Das geht bis in die Ära der Vegard Ulvang und Björn Dählie zurück. Zuletzt war im Juli 2016 der ehemalige Weltcup-Gesamtsieger Martin Johnsrud Sundby überführt worden (Joachim Mölter, SZ 14.10.16).

 

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