Das IOC unter Thomas Bach hat die TV-Rechte für die Olympischen Spiele 2018 und 2024 für 1,3 Milliarden Euro an den US-Konzern Discovery Communicatons vergeben. ARD und ZDF sowohl als auch die EBU, die Gemeinschaft europäischer öffentlich-rechtlicher Sender, gingen leer aus. Das ist wahrscheinlich wenig überraschend für die, die das schlechte Verhältnis von Bach zu den deutschen Öffentlich-Rechtlichen kennen. Denn Bach möchte einen eigenen olympischen Propagandakanal, auf dem nicht wie bei ARD oder ZDF ständig Doping oder Menschenrechtsverletzungen an den Austragungsorten thematisiert werden.
Discovery geht es ums Geld. Vor einem Jahr hat die Gesellschaft in Europa Eurosport für 345 Millionen Euro gekauft. Das sind ca. 130 Millionen Fernsehhaushalte. Discovery hat Kooperationen mit Streamingdiensten wie Netflix und Hulu vereinbart. Die Firma geht auf Marktanteile. In Deutschland fürchten relativ zentrale Sportarten wie Schwimmen und Leichtathletik nun um ihre Programmpräsenz. Randsportarten seien auch bei ARD und ZDF kaum noch zu sehen.