461: Valery Gergiev unterstützt mittlerweile Haltung der Stadt München.

Valery Gergiev soll 2015 Chefdirigent der Münchener Philharmoniker werden. Seine Unterstützung des neuen russischen Anti-Homosexuellen-Gesetzes hat ihn nun in München in Bedrängnis gebracht (Silke Lode und Christian Lutz, SZ 19.12.13). Oberbürgermeister Christian Ude (SPD): „Für die Landeshauptstadt sind Diskriminierung und diskriminierende Aussagen absolut inakzeptabel.“

Mittlerweile hat Gergiev einen offenen Brief an Kultureferent Hans-Georg Küppers geschrieben, indem er sich zur Haltung der Stadt München bekennt. „Ich unterstütze diese Haltung der Stadt München voll und ganz.“ Oberbürgermeister Ude will Gergiev „für die Haltung der Stadt begeistern“. Vielen Stadträten geht das nicht weit genug. Thomas Niederbühl von der Rosa Liste sieht in Gergiev „einen Putinfreund, einen russischen Staatskünstler, der uns weltweit repräsentieren soll“. FDP-Fraktionschef Michael Mattar hält Gergiev für „untragbar“.

Oberbürgermeister Ude musste sich Kritik aus den eigenen Reihen anhören. Lydia Dietrich (Grüne) sprach von „schwierigen und verharmlosenden Aussagen“ Udes. Mehr noch ärgert sie sich über die CSU, die in der Debatte überhaupt keine Position bezogen hatte. „Wenn OB-Kandidat Josef Schmidt es ernst meint, dass er sich für Homosexuelle einsetzt, dann hätte er das heute unter Beweis stellen können.“

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