510: Erich Kästners „Fabian“ erscheint neu.

Unter dem Titel „Der Gang vor die Hunde“, den sich Erich Kästner ursprünglich gewünscht hatte, erscheint sein ambitioniertestes Werk für Erwachsene neu, „Fabian“. Bei Atrium. Eine Parallele zu Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ (David Denk „taz“ 21.10.13). Damit wird sein Image als Kinderbuch-Onkel und linksliberaler Spießer abgebaut. Denn Kästner war ein veritabler Autor und politisch hellwacher Zeitgenosse. In der Filmgeschichte unvergessen ist sein „Münchhausen“ (1942), den er unter dem Pseudonym Berthold Bürger geschrieben hatte. Bis zu seinem Tod 1974 blieb Erich Kästner „Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist“ (Marcel Reich-Ranicki). Über den Moralisten „Fabian“ sagte er: „Sein angestammter Platz ist und bleibt der verlorene Posten.“

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