Christine Nöstlinger, 76, wuchs in Wien auf. Wir kennen sie als erfolgreiche Kinderbuchautorin mit Büchern wie „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“. Marten Rolff hat sie für die SZ (21./22.9.13) interviewt.
SZ: Welche Kinderbuchautoren mögen Sie?
Nöstlinger: Erich Kästner. Seine Bücher kannst du den Geschichten nach natürlich vergessen. Aber er bringt den Kindern Sprache bei.
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SZ: Leichter als ihr Lob ist ihre Abneigung zu haben. Etwa gegen Michael Ende, Otfried Preußler und Cornelia Funke.
Nöstlinger: Gegen Cornelia Funke habe ich nichts. Nur mit ihren Büchern weiß ich nicht viel anzufangen. Ich selbst kann nur über Dinge schreiben, die ich erlebt habe. Davon abgesehen sollte man die drei Autoren nicht in einen Topf werfen. Bei Michael Ende war meine Abneigung politisch, der war gegen die antiautoritäre Erziehung und zuletzt ziemlich reaktionär. Und Preußler? Konnte einfach ein unangenehmer Mensch sein.
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SZ: Da hätte die Linke heute viel zu wettern. Die Twilight-Saga, Harry Potter.
Nöstlinger: Natürlich.