334: Könnte die Futurologie optimistischer sein?

In den sechziger Jahren zu Zeiten Hermann Kahns war die Zukunftsforschung noch optimistisch. Das ist lange vorbei. Besonders in Deutschland. Die Pessimisten und Schwarzseher beherrschen die Szene (Gerhard Matzig in der SZ 19./20.1.13). Aber haben sie nicht Recht?

Einer der letzten radikalen Optimisten in der Futurologie ist der britische Wissenschaftsjournalist Matt Ridley. Er meint:

„Als ich in den Siebzigerjahren studierte, war es um die Zukunft der Welt nicht gut bestellt. Die Bevölkerungsexplosion war nicht aufzuhalten. Globale Hungersnot erschien unvermeidlich. Eine Krebsepidemie durch Umweltgifte schien die Lebenserwartung zu reduzieren. Saurer Regen entlaubte die Wälder. Die Wüste breitete sich mit einer Geschwindigkeit von zwei Meilen pro Jahr aus. Das Öl wurde knapp. Ein nuklearer Winter würde uns den Garaus machen. Nichts davon trat ein.

Erstaunlicherweise haben sich die Dinge alleine während meines Lebens zum Besseren gewendet. Das globale Durchschnittseinkommen hat sich pro Kopf verdreifacht. Die Lebenserwartung ist um dreißig Prozent gestiegen. Die Kindersterblichkeit ist um zwei Drittel gesunken. Die Lebensmittelproduktion ist pro Kopf um ein Drittel gestiegen. Und all das, während sich die Weltbevölkerung verdoppelt hat.“

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