335: UCI hat bis 2005 Doper vorgewarnt.

Thomas Kistner bleibt unermüdlich bei seiner Aufklärung über Doping (SZ 24.1.13). Jetzt berichtet er, dass die UCI unter Hein Verbruggen bis 2005 Radrennfahrer mit Dopingwerten vorgewarnt hat. Von der UCI heißt es, dass hätten andere Verbände auch so gemacht. Verbruggen, der auch Ehrenmitglied im IOC ist, behauptet „Prävention durch Abschreckung und Repression“ seien das Ziel dabei gewesen. Durch dieses Verhalten konnten die Betrüger ihr Verhalten so anpassen, dass sie nicht positiv getestet werden konnten. Betroffen waren „Dutzende Fahrer“. Seit 2002 hat die UCI von Lance Armstrong Zahlungen bekommen. Verbruggen saß bis 2002 im Vorstand der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. „Der Marketingmann hatte früh jeden profilierten Dopingbekämpfer gegen sich. Frankreichs Sportministerin Buffet, die per Razzia den Tour-Skandal von 1998 initiiert hatte, sah sich 2001 im Zuge der Pariser Olympiabewerbung vom damaligen IOC-Prüfkommissar Verbruggen so unter Druck gesetzt, dass sie öffentlich über den Rücktritt nachdachte. Wada-Experten wie der Schwede Bengt Saltin fühlten sich von Verbruggen gemobbt.“

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