Der deutsche Sport ist tief zerstritten über
1. ein effizientes und gerechtes Fördersystem und über
2. ein System zur Betrugs- und Dopingbekämpfung (Thomas Kistner, SZ 7.12.12).
Der Präsident Thomas Bach möchte aber keine vehemente öffentliche Auseinandersetzung darüber, weil das seine Wahlchancen bei der Wahl des IOC-Präsidenten 2013 vermindern könnte.
Thomas Kistner beurteilt den deutschen Anti-Doping-Kampf vernichtend. „“Null Toleranz? Deutschland ist ein Eldorado für kundige Doper. Der Anhang am Arzneimittelgesetz lässt sich als Doping-Ermunterung lesen, Minister aus Bayern und Baden-Württemberg klagen aus der Praxis: Ihre Fach-Staatsanwälte halten die Gesetzesmittel ‚für ungeeignet, um an dopende Spitzensportler heranzukommen‘ (Bayerns Justizministerin Beate Merk).“
Der Kampf um die Nachfolge Bachs als DOSB-Präsident hat schon begonnen. Die lange Zeit für aussichtsreich gehaltenen Christa Thiel (Deutscher Schwimmverband) und Rainer Brechtken (Deutscher Turnerbund) haben entweder schlechte Wahlergebnisse vorzuweisen oder mit Finanzproblemen zu kämpfen.
Neuer Favorit: DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, dem als gelernten Politiker (Grüne) die nötige Wendigkeit bei der Verteidigung Thomas Bachs nachgesagt wird.