305: Olympia Athen: 110 von 3667 Proben getestet: 5 Medaillengewinner überführt

Das IOC sah sich gezwungen, einige der eingefrorenen Proben von den Olympischen Spielen in Athen 2004 mit neuesten Methoden auf Doping testen zu lassen. 110 von 3667.

5 Medailengewinner wurden des Steroid-Missbrauchs überführt:

Kugelstoß-Olympiasieger Juri Belonog (Ukraine),

Hammerwurf-Zweiter Ivan Tichon (Weißrussland),

Diskus-Bronze-Gewinnerin Irina Jatschenko (Weißrussland),

Kugelstoß-Bronze-Gewinnerin Swetlana Kriweljowa (Russland),

Gewichtheber-Bronze-Gewinner Oleg Prepetschenow (Russland) (SZ 28.11.12).

Warum wurden nicht alle eingefrorenen Proben getestet? Die meisten Überführten haben wir schon vergessen. Das zeigt auch die ganze Belanglosigkeit des Hochleistungssports.

Nicht überführt wurden die damaligen Überraschungs-Siegerinnen Julia Nesterenko (Weißrussland, 100 m), Fani Halkia (Griechenland, 400 m Hürden). Was war mit ihnen? Und was mit den Goldmedaillen-Gewinnern Justin Gatlin (USA, 100 m) und Shawn Crawford (USA, 200 m)? Halkia und Gatlin wurden nach 2004 wegen Dopings gesperrt.

Ich habe den sicheren Eindruck gewonnen, dass das IOC (Jacques Rogge, Thomas Bach et alii) kein Interesse an der Doping-Aufklärung hat. Wahrscheinlich wird es nicht gelingen, den Saustall wirklich auszumisten.

Was ziehen wir daraus für Schlussfolgerungen?

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