Die Firma Daimler hat angekündigt, dass dann, wenn Bernie Ecclestone von der Staatsanwaltschaft in München angeklagt wird, Gerhard Gribkowsky mit 44 Millionen Dollar bestochen zu haben, der Formel 1-Chef nicht mehr auf seinem Posten zu halten ist. Neuerdings interessiert sich auch der britische Fiskus für die Tarnfirmen, mit denen das Geld geschleust worden ist. Das deutsch-britische Doppelbesteuerungsabkommen verpflichtet dazu, Informationen auszutauschen. Dann kann es sehr eng werden für Bernie Ecclestone.
Bisher hat die Uneinigkeit seiner Gegner Ecclestone stets geschützt. So hatte es der ehemalige Rennfahrer und spätere Manager des österreichischen Rennfahrers Jochen Rindt immer geschafft, der Strafverfolgung zu entgehen. Und zweifellos hat der spätere Rennstallbesitzer und Vermarkter der Fernsehrechte der Formel 1 sehr viel dafür getan, aus dieser Renndisziplin eine Geldmaschine zu machen. Inzwischen ist die Investmentgruppe CVC Inhaber der Vermarktungs- und Übertragungsrechte. Ecclestone ist 82 Jahre alt. Die Chefs der Formel 1-Teams treffen sich demnächst auf der Steuerhinterzieher-Insel Jersey, um bei der Obergesellschaft des Rennsport-Imperiums Delta Topco über Bernie Ecclestones Zukunft zu entscheiden (SZ 24./25.11., 26.11.12).