David Millar (Großbritannien), Mitglied er Athletenkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), war als Radrennfahrer von 2004 bis 2006 wegen Dopings gesperrt. Im nächsten Monat entscheidet der internationale Sportgerichtshof (CAS) darüber, ob Millars wegen Epo-Dopings verhängte lebenslange Olympiasperre rechtens ist.
Millar kritisiert das Doping-Testprogramm für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London als unzureichend. Das IOC solle den Zeitrahmen bis auf zwei Monate vor Beginn der Spiele ausdehnen und seine Finanzen zielgerichteter einsetzen. Das Testprogramm beginnt nach der bisherigen Planung erst elf Tage vor der Eröffnungsfeier. „Mittel wie Wachstumshormone oder Epo nimmt man in der Vorbereitung, nicht während oder kurz vor den Spielen“, sagt Millar. „Es wäre ein sehr dummer Athlet, der während Olympia dopt.“
Insofern bekommen wir in London wieder keine sauberen Spiele.