Arantxa Sanchez Vicario-Autobiografie: Abrechnung mit den Eltern und Brüdern

In ihrer soeben erschienenen Autobiografie „Arantxa, vamos!“ rechnet Frau Sanchez Vicario mit den Eltern und Brüdern ab (Javier Caceres, SZ, 16.2.12). „Der Mythos der geeinten und glücklichen Familie Sanchez Vicario war eben bloß das, ein Mythos.“ Freunde und Weggenossen Sanchez Vicarios sind über die Gnadenlosigkeit der Bilanz verwundert. Die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin empfindet sich nicht als undankbar. „Aber meine Eltern haben eine solche Kontrolle und einen solchen Schutz auf mich ausgeübt, dass sie mich an Wegscheiden meines Lebens annulliert haben.“ Offensichtlich fürchteten die Eltern, Emilio Sanchez und Marisa Vicario, dass ihre Tochter im Tenniszirkus lesbisch würde. Nun hat die Weltklassespielerin ihre Eltern verklagt. Denn es geht natürlich auch um viel Geld. Angeblich 45 Millionen Euro. Das Geld habe der Vater veruntreut.

Arantxa Sanchez Vicario beklagt ihre Pleite. Die Brüder Emilio und Xavier, ebenfalls Weltklassespieler, hätten viel größere Besitztümer als sie, obwohl sie nicht annähernd so viel Preisgelder verdient hätten. Die Eltern reagieren gekränkt und verbittert. „Wir sind mit unserer Tochter gescheitert.“ Ihren Vater habe Arantxa seit Jahren nicht mehr besucht, obwohl dieser an Herzbeschwerden, Krebs und Alzheimer zugrunde gehe. „Meine Brüder durften heiraten, wen sie wollten. Warum sollen sie entscheiden dürfen, mit wem ich mein Leben teilen will?“ Die Familie hatte versucht, Arantxa die Ehe mit Pep Santacana auszureden. Angeblich wurden Privatdetektive auf ihn angesetzt und das Gerücht gestreut, er habe Geldprobleme. Sanchez Vicario zu hundert Journalisten vorwiegend der Regenbogenpresse: „Ihr könnt euch vorstellen, wie schmerzhaft es war, meine Erinnerungen aufzuschreiben, aber für mich war es lebensnotwendig.“ Die Anwälte der Eltern prüfen eine Klage wegen übler Nachrede und Verleumdung.

Ein weiterer dunkler Punkt auf der angeblich so weißen spanischen Sportweste.

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