Dem Profifußball in Deutschland geht es immer besser. 65 Prozent der Klubs aus erster und zweiter Liga sehen sich in der abgelaufenen Saison in der Gewinnzone. Das ergab die jährliche Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young. „Der deutsche Fußball hat seine Hausaufgaben gemacht und steht heute erfreulich gut da.“ Die Manager der ersten Liga sind aber optimistischer als die der zweiten. „Die Fußballbranche professionalisiert sich weiter, wirtschaftet immer solider und erschließt sich zusätzliche Einnahmen.“ Für die Studie befragte Ernst & Young 51 der insgesamt 54 Manager der drei ersten Ligen in Deutschland, darunter alle 18 der ersten Liga. Die meisten Einnahmen stammen aus den
– Medienrechten.
Fernsehsender und Internet-Dienstleister zahlten in der abgelaufenen Saison 652 Millionen Euro. In der nächsten Saison werden es 57 Millionen mehr sein. Weitere Einnahmequellen sind
– Eintrittsgelder,
– Werbung,
– Sponsoring,
– Transfers und
– Merchandising.
Auch Finanzinvestoren können sich einige Vereine als Kapitalgeber vorstellen (Harald Freiberger SZ 21.8.14; Klaus Hoeltzenbein SZ 22.8.14).
Borussia Dortmund, der einzige börsennotierte deutsche Fußballclub, erhöht sein Kapital. Der Sportausrüster Puma, der Versicherer Signal Iduna und der Chemiekonzern Evonik übernehmen größere Aktienpakete. Für 24,6 Millionen Euro werden neue Aktien ausgegeben. Insgesamt will der Bundesligist 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Ein Drittel davon soll in die Schuldentilgung fließen, rund 75 Millionen bleiben dann noch für Investitionen. Auf fünf weitere Jahre hat sich die Signal Iduna die Namensrechte am Borussia-Stadion gesichert, es heißt bis 2026 „Signal-Iduna-Park“. Der Verein, der sich gerne volksnah gibt, wird damit wohl bald schuldenfrei werden. Borussia Dortmund, dieser Ausbund an Bodenständigkeit, fordert den FC Bayern München heraus (Freddie Röckenhaus SZ 22.8.14).