Toni Kroos hat bisher bei der WM sehr gut gespielt. Weltklasse. Christof Kneer und Philipp Selldorf haben ihn für die SZ interviewt (25.6.14).
SZ: Inwiefern spielt .. die Position eine Rolle?
Kroos: Die spielt eine große Rolle. Unter Jupp Heynckes hab‘ ich oft auf der Zehn (10) gespielt, unter Pep Guardiola bin ich weiter nach hinten gerückt. Das hat meiner Entwicklung gut getan, man hat weiter hinten mehr Ballkontakte, da wird man automatisch präsenter und dominanter. Das ist das, was ich spielen will, und das spiele ich jetzt ja auch beim DFB. Ich will einfach mehr Verantwortung fürs Spiel haben.
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SZ: Vor einiger Zeit hieß es noch: Toni Kroos denkt zu sehr an sein eigenes Spiel und zu wenig ans große Ganze.
Kroos: Vielleicht war das mal so, aber jetzt fühle ich mich sehr verantwortlich. Heute ist es so, dass ich mit meiner Leistung vor allem dann zufrieden bin, wenn wir als Team gut und dominant gespielt haben. Wenn wir aber die schlechtere Mannschaft sind, wenn wir nur hinterherlaufen und keine Kontrolle haben, dann gebe ich mir da durchaus eine Mitschuld. Ich weiß, dass ich prädestiniert dafür bin, einer Mannschaft Klarheit und Ballsicherheit zu geben – also muss ich das auch zeigen.
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