762: „Der Spiegel“ erscheint ab Januar 2015 samstags.

Ab 10. Januar 2015 erscheint „Der Spiegel“ samstags. Ein starker Einschnitt.

Außerdem erhält die Zeitschrift einen neuen Chefredakteur, Klaus Brinkbäumer, 47, der seit 1993 für das Blatt arbeitete und seit 2011 stellvertretender Chefredakteur war. Er ist als Reporter in Krisengebieten unterwegs gewesen und New York-Korrespondent. Vorher hatte er über Sport geschrieben, etwa bei der Münchener „Abendzeitung“. Beim USC Münster war er ein erfolgreicher Volleyballer.

„Spiegel online“ übernimmt Florian Harms, 1973 in Stuttgart geboren und seit zehn Jahren bei der Online-Ausgabe. Das könnte darauf hindeuten, dass künftig auch „Spiegel online“ von der Rendite profitieren könnte (Claudia Fromme, Kristina Läsker, Claudia Tieschky SZ 5.12.14).

Der quälend lange Abgang von Wolfgang Büchner, der vorher als Chefredakteur die dpa saniert hatte, geht zu Ende. Er hat wohl publizistisch nie den Zugang zur Redaktion gefunden. Seine Amtszeit ist von Krisen gekennzeichnet, sie war wohl eine einzige Krise. Etwa durch die Berufung des „Bild“-Manns Nikolaus Blome im August 2013.

Vielleicht braucht „Der Spiegel“ doch eher einen Journalisten an der Spitze und keinen Redaktionsmanager. Damit die Gesellschafter (Mitarbeiter KG mit 50,5 Prozent, Gruner & Jahr mit 25,5 Prozent, Augstein Erben mit 24 Prozent) dann wieder eine Redaktion erleben, die nach dem Motto vorgeht: „Wir sind wir, und der Rest sind Friseure.“

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