Der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyi, ein Rechtsanwalt, korrigiert die Angaben der Administration Putin zu den Kosten der Olympischen Winterspiele in Sotschi. Sie kosteten demnach nicht 6,5 Milliarden Dollar, sondern 46 Milliarden (FAZ 28.1.14). Einen Boykott der Spiele lehnt Nawalnyi aber ab. Er sieht darin einen bloßen symbolischen Akt.
„Ich würde es bevorzugen, dass die Vereinigten Staaten, vor allem aber Deutschland nicht die Spiele sanktionieren, sondern die Leute, die kriminell sind. … Denn sie investieren in Deutschland und im übrigen Europa. Wenn die korrupten Beamten und Geschäftsleute aus dem engsten Kreis um Putin an den Spielen verdienen und das Geld im Ausland investieren, ist das Geldwäsche.“
Die Menschenrechtsverletzungen auf den Baustellen in und um Sotschi hingen mit der Korruption zusammen. „Es ist ein Kreislauf: mehr illegale Arbeiter, mehr Schmiergeldzahlungen.“
Liebe Leser, wir verstehen nun die Bayern und Münchener noch besser, die die Olympischen Winterspiele 2022 für München abgelehnt haben.